Von Flammen, Streichhölzern und Irrlichtern | 02.04.2009

Foto: Bernd Boscolo (www.pixelio.de)
Foto: Bernd Boscolo (www.pixelio.de)

Kennt Ihr diese Songs, die sofort ins Herz gehen und dort eine Art Schmerz auslösen? Ein Ziehen, ein Drücken, ein Pochen... Pure Emotionen!


Solch einer ist für mich momentan „Wire to wire“ von Razorlight. In einer der letzten Nächte habe ich mir das Musikvideo dazu mal genauer angesehen und finde es großartig. Der Frontmann der Band, Johnny Borrell, zündet darin nacheinander Streichhölzer an. Was jetzt eher unspektakulär klingt, hat aber für mich doch eine spezielle Message.

In dem Song geht es natürlich - wie könnte es anders sein - um die Liebe. Vielmehr um den einen Partner, also die ganz große Liebe. Doch was ist, wenn die Flamme der Liebe (das Streichholz) erlischt, wenn es keine Wärme mehr gibt und nichts als Asche bleibt? Genau! Wir entzünden einfach ein neues Streichholz. Und genau so spiegelt es sich doch im Leben wider. Eine Aneinanderreihung von Beziehungs- und Singlephasen, aber immer auf der Suche nach der ganz großen Liebe.

 

Sollten wir wirklich auf der Suche sein nach einem „Endlos-Streichholz“, das ein ganzes Leben lang brennt? Entwickeln wir uns in der heutigen Zeit nicht zu schnell, um gleichzeitig den Anspruch zu haben, den einen Partner ein Leben lang an unserer Seite zu wollen und uns trotzdem dabei gut zu fühlen?


Ich kann darauf sicherlich keine Antwort geben, aber ist es nicht erstaunlich, welche Gedanken ein Musikvideo Nachts nach zwei bis drei Gläsern Rioja auslösen kann? In dem Sinne: Haltet Augen, Ohren und Herz offen!

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Kommentare: 4
  • #1

    dan the man (Donnerstag, 02 April 2009 23:04)

    Es gibt einfach Titel, die speziell in nachdenklichen und übernächtigten Phasen einen unglaubliches Gefühlchaos auslösen können.

    Ich bin letztens mal wieder auf ne ähnliche Nummer von den "Yeah Yeah Yeahs" gestossen - Maps. Schon ein paar Jahre alt, aber mit besagtem zwei, drei Gläsern Wein intus, eine dieser typischen Spätabenddepressionen.

    Das Video eher unspektakulär, aber das braucht es in diesem Fall auch nicht. Titel, Text stehen vollkommen für sich.

    Doch die "große" Frage bleibt, in der Schachtel sind viele Streichhölzer, das eine ist verbraucht, man zündet sich ein Neues an. Ob es wohl genau so gut brennen wird, wie das Erste? Vielleicht nicht, aber gut zu wissen, dass da noch viel andere in der Packung sind.

    Netter Gedanke.

    Tja, und in diesem Moment ist auch das heutige Glas Wein getrunken. Gute Nacht.

  • #2

    Dexter (Freitag, 03 April 2009 12:09)

    Moment... "dan the man" trinkt Wein??? *daumenhoch*

  • #3

    Desidaria (Mittwoch, 15 April 2009 22:45)

    Viel wichtiger als das Wissen, dass sich in einer Packung mehrere Streichhölzer befinden, ist doch die Gabe der Menschen, wieder und wieder lieben zu können. Weil man eben ohne Gefühle nicht leben kann... nicht mal eine Nacht. Stattdessen erleben wir Enttäuschungen, akzeptieren unsere Narben und stürzen uns erneut auf das Schlachtfeld. Es lebe die Hoffnung... und der Wein.

  • #4

    Kat(j)asTrophe (Donnerstag, 30 April 2009 23:14)

    ich persönlich wäre für eine packung mit wenigen, dafür aber langbrennenden streichhölzern, dann muss man sich nicht so oft dem "entzünden" hingeben, was oftmals sehr schnell und gut funktioniert, manchmal aber auch nach vier, fünfmal ratschen an der schachtel nichts mehr wird...so long!

Wann ist ein Mann ein Mann? | 22.02.2009

Es ist wieder soweit. Was haben wir gewartet. Mir kommt es wie Monate vor, seit ich das letzte Mal einen Text von Frau Boe zu Gesicht bekommen habe, dabei waren es doch nur Wochen. Als ich vor einigen Tagen vorgeschlagen habe, ein paar Worte über den Präsidentschaftssieg Obamas und die daraus resultierenden Veränderungen Amerikas in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht niederzuschreiben, folgte sie meinen Vorschlägen und offenbarte sich in einem - wie könnte es anders sein - tiefehrlichen Text zu genau diesem Thema.

Der Ursprung allen Übels? / Foto: www.pixelio.de, Bernd Boscolo
Der Ursprung allen Übels? / Foto: www.pixelio.de, Bernd Boscolo

In der letzten Woche bin ich auf www.zeit.de auf einen Artikel aufmerksam geworden, in dem ein Trend beschrieben wurde, der sich momentan in Großbritannien und den USA ausbreitet: Stricken!

 

Doch nicht nur dort hat dieses Handwerk seine Anhänger - auch in Deutschland wird ordentlich gestrickt. Dies ist aber nun nicht sonderlich erstaunlich, immerhin strickt meine Oma auch. Aber nun das Unfassbare: Immer mehr Männer stricken! Männer! Stricken! In einem Satz!

 

Ein Münchner Politikstudent offenbart: „Ich hatte einfach Lust zu stricken!“ Er leitet sogar zwei Strickgruppen...Dieses Bild will irgendwie nicht in meinen Kopf. Gestandene Männer, die gewissermaßen an der Nadel hängen (ich bin mir des üblen Wortwitzes bewusst). Das Bild des „richtigen“ Mannes schwindet.

 

Die Freundin einer Freundin einer Freundin erzählte mir neulich von Erfahrungen mit einem Mann mit Orgasmusschwierigkeiten oder einem, dem der Sex „irgendwie zu schnell ging“ oder einem Mann, der sich vorher entschuldigte, bereits zu kommen. Veränderungen im Weltbild sind ja prinzipiell nichts schlechtes, sonder erweitern eher den Horizont, aber sie verunsichern doch. Werden sich Männer zukünftig über Joghurt unterhalten, der gegen Blähbäuche hilft. Wie ich diese Werbung hasse! Wer denkt sich so schlechte Spots noch aus?!?! Das können nur Männer sein...

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„I´m not scared of dying - I just don´t want to”* | 2009

*Robbie Williams

 

Na also: Wieder zurück und endlich angekommen im neuen Jahr, stellt sich Frau Boe wie gewohnt, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen, den Themen, die ich ihr vorgebe. Hessen hat gewählt und weil Politik uns alle interessiert, wird Frau Boe den Wahlausgang gewohnt sachlich analysieren und kommentieren. Bitte sehr...

 

Die letzten Tage des alten Jahres und die ersten des Neuen verbrachte ich mit Freunden an der Ostsee in einem Ferienhaus unweit von der, gerade im Winter beeindruckenden, Ostsee. Eine Zeit, die ich nutzte, um ein wenig zu entspannen, Abstand von Uni und Arbeit zu gewinnen und endlich mal wieder ausführlich Zeitungen und Zeitschriften zu lesen. Ein Interview im Spiegel (Ausgabe vom 23.12.) beschäftigt mich bis heute. Unter der Überschrift „Der Tod macht das Leben klarer“ setzen sich Redakteure mit dem Philosophen Wilhelm Schmid und dessen Ansichten über Leben und Tod, Gott und die Welt auseinander. In einer Passage erklärt Schmid, dass er eine Frau vom Suizid abhielt, indem er sie fragte, was denn wäre, wenn sie es danach bereue. Im ersten Moment ein relativ seltsames Argument, oder? Aber eines, über das ich lange grübelte und bis heute tue... Keiner von uns weiß, was uns danach erwartet, ob es überhaupt etwas gibt und v.a. weiß niemand ob Suizid dann moralisch verurteilt wird.

 

In der Europäischen Union begehen nach einer Meldung der EU-Kommission aus dem Jahr 2005 jährlich 58.000 Menschen Suizid. Das Christentum sieht in Suizid eine Sünde. Hauptargument ist dabei, dass das Leben an sich Gott gehört und so die Herrschaft Gottes verletzt werden würde.Ich bin nicht gläubig. Mich haben meine Eltern gezeugt - worauf ich (logischerweise) keinen Einfluss hatte. Bin ich dann jetzt also in der Lage über mein Lebensende selbst zu bestimmen? Theoretisch schon! Praktisch lebe ich viel zu gern, um mir mehr Gedanken über das Ende zu machen, als über das Leben selbst.

"Life is a game, especially your final move." SIX FEET UNDER (c) HBO
"Life is a game, especially your final move." SIX FEET UNDER (c) HBO

Schmid führt in dem Interview sinngemäß an, dass das Leben ohne den Tod an Kostbarkeit verlieren würde ...und wo er Recht hat... . Der Gedanke an ein nahendes Ende ist doch das, was uns zu Höchstformen treibt. Schließlich haben wir alle solange ein Motivationsproblem bis wir ein Zeitproblem haben!
Am Anfang des noch jungen Jahres kamen dann die schockierenden Meldungen über den Selbstmord des Pharmaziemilliardärs Adolf Merckle auf. Unfassbar, ein gestandener Mann, der ein Imperium aufbaute und aus Angst, den Verfall dieses Imperiums mit ansehen zu müssen, vor einen Zug sprang. Ein rechtfertigender Grund? Ich wage mir an dieser Stelle darüber kein Urteil zu bilden.

Krankheiten, Lebenskrisen, Depressionen, Verluste - all das sind meiner Meinung nach Gründe, die unter bestimmten Umständen, bei bestimmten Menschen rechtfertigen, sich selbst zu töten. Wenn man ein Leben nicht mehr so führen kann, wie man es will, weil man aufgrund einer Krankheit nicht mehr lebt, sondern nur noch existiert, dann ...könnte es eine (Er)lösung sein. Außer Frage steht dabei, dass man alles dafür tun sollte, das Geschenk des Lebens auszukosten und zu nutzen... denn ich glaube, es wäre noch schlimmer sein Leben zu bereuen als den Tod.

 

Das Leben ist nur so kostbar, weil es endet.

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Hier, ähm... Fröhliche Weihnachten | 2008

Foto: www.lachmeister.de
Foto: www.lachmeister.de

Wie ihr das an dieser Stelle gewohnt seid, werde ich auch heute wieder ein Thema vorgeben. Frau Boe wird darüber sinnieren und uns mit ihren Gedanken den Tag verschönern. Passenderweise - und weil mir nichts besseres einfällt - würde ich diesmal gern einen Text zum Thema "Klimaerwärmung" lesen. Frau Boe? Runde frei!

 

Es ist Vorweihnachtszeit und auch ich, als geouteter Weihnachtshasser, kann mich dem ganzen Tumult nur schwer entziehen. So sitze ich - in einer Pause zwischen Uni, Arbeit und Weihnachtsshopping - in einem Café am Fenster mit Blick auf eine Nebenstraße in der Innenstadt und gehe meinen Gedanken nach...momentan kreisen diese um Geschenke...“Hast Du alle? Werden sie sich wohl freuen? Verdammt! Du hast noch nichts für x und y.“ Und so neigen sich sowohl Kontostand, als auch Laune gen Nullpunkt...naja...ganz so schlimm ist es nicht... also mal schön die Bälle flach halten und locker durch die Schlübber atmen, wie die Chefin gern rät...


Zurück zu meinem Fensterplatz: Wenn ich in die Gesichter der Passanten schaue, entdecke ich doch bei einem - für mich - beachtlichen Teil Freude, Gelassenheit und vielleicht auch Vorfreude aufs Fest... Ich schiebe den Gesichtsausdruck aber auf die Folgen des Glühweinkonsums. Im anderen Teil der umherlaufenden Menschen erkenne ich mich wieder. Nichtssagender bis genervter Blick, Musik im Ohr und auf Geschenkejagd - genervt von Stehenbleibern, In-die-Luft-Starrern und Langsamlatschern. (Wie wär´s mit dem logischen und oft bewährten Rechtsfahrgebot für Fußgängerzonen? Rechts gehen oder bummeln und links Platz lassen für Leute mit Ziel - Super Sache!)

 

Für mich wird Weihnachten in diesem Jahr nichts anderes sein als drei Werktage, an denen ich nach Feierabend nach Hause zu Mutti, Vati, Oma und Katze fahre und ein paar gemütliche Stunden verbringe - genau so liebevoll wie immer. Dazu brauche ich keinen Anlass.

 

Und trotzdem muss ich weiter... hab doch X und Y vergessen....

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2008 - Das wars! | 2008

Die Benzinpreise befinden sich im freien Fall. Die Weltwirtschaftskrise manifestiert sich in zahlreichen Bereichen unseres schnöden Lebens. Frau Boe hat da wie immer ihre eigene Meinung und soll an dieser Stelle auch die Möglichkeit erhalten, sich dazu zu äußern:

 

Jetzt, Mitte Dezember, ist es nicht nur für Günther Jauch und Johannes B. Kerner Zeit, auf das Jahr 2008 zurück zu blicken... NEIN! Auch ich reihe mich hiermit ein und möchte meine Erkenntnisse aus dem Jahr 2008 kundtun.

 

Wenn man Angela Merkel die Hand schüttelt, können einem schon mal die Knie weich werden. / Sir Anthony Hopkins bekommt in Leipzig weniger Applaus als Thomas Godoj. / Konzerte von Ich&Ich, Tracy Chapman und James Blunt sind wirklich empfehlenswert. / Clueso freut sich sehr, wenn man ihm Pizza bringt. / Michael Mittermaier ist in natura noch kleiner als gedacht, aber sehr nett. / Zum ersten Mal in der Uni zu versagen, kann durchaus den Charakter fördern. / Man kommt mit viel weniger Schlaf aus, als man oftmals denkt. / Liebe und Sex kann man trennen. / Der Respekt vor den Eltern kann immer noch größer werden. / Sneak Previews sind nicht so schlecht wie ihr Ruf- Tamara ist nicht da! / Pflanzen sterben, ohne dass man etwas dagegen tun kann. / Mit 220km/h über die Autobahn zu brettern, geile Musik zu hören und den Sonnenaufgang zu sehen, ist la vida pura! / Freundschaften halten sowohl über mehrere tausend Kilometer, als auch über den Flur und in allen Distanzen dazwischen. / Nach 22 Jahren zum ersten Mal die eigene Oma kennen zu lernen, ist ... seltsam. / Die Freunde des Ex´ sind wirklich tolle Leute.

Allen Besucher von www.backdoorfm.jimdo.com ein erfolgreiches 2009!
Allen Besucher von www.backdoorfm.jimdo.com ein erfolgreiches 2009!

In Heiligendamm kann man innerhalb von 3,5 Stunden sein. / Spontane Kostümbälle während eines Staus sorgen für Heiterkeit. / Ein Fischbrötchen für 7€ ist lecker. / „Chasing Cars“ kann man auch mal eine Stunde nonstop hören. / Pöbeln fetzt. / Kleine Überraschungen sind wahres Glück. / „Man kann sich das Leben auch schwerer machen als es ist.“ (ML) / Ich werde keine Ministerpräsidentin in Hessen ...andere sollten das auch einsehen. / Prag ist wirklich eine Reise wert, auch preislich entspricht es den europäischen Standards. / Grimma war noch nicht einmal zum Tag der Sachsen schön. / Das Kürzel OV steht im Zusammenhang mit Kino nicht für Oralverkehr. / Die Duschablagen mit Saugdingi halten auf Dauer NICHT. / Es ist lukrativ, wenn die Muddi im Lotto gewinnt. / Valladolid ist eine Perle im Herzen Spaniens, dagegen ist Barcelona eher enttäuschend. Hohe Erwartungen schüren dies.

 

MAN LERNT NIE AUS! ...in diesem Sinne auf ein ebenso fröhliches, tolles, trauriges, lehrreiches, begeisterndes, enttäuschendes, liebevolles, verletzendes und buntes 2009.

VIVA LA VIDA!

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Wirds langsam besser? | 2008

Pushing Daisies (c) ABC 2008
Pushing Daisies (c) ABC 2008

In der letzten Woche wurde bekannt, was hunderte Mitarbeiter der ProSiebenSat.1-Gruppe vergeblich zu verhindern versucht hatten: Sat.1 zieht von Berlin nach Köln. Mehr als 200 Stellen sollen in der Folge gestrichen werden, viele weitere Mitarbeiter werden nicht mitziehen können, weil die Ehepartner arbeitsbedingt an Berlin gebunden sind. Aus aktuellem und wichtigem Anlass, habe ich Frau Bö gebeten, zu dieser prikären Situation die passenden Worte zu finden. Deshalb - Bühne frei...

 

Ähm.... nö!

„Pushing Daisies“ ist eine neue Pro7-Serie, die mittwochs um 21:15 Uhr auch über meinen Bildschirm flimmert. Ein Kuchenbäcker hat darin die magische Fähigkeit durch eine Berührung, Tote wieder zum Leben zu erwecken- allerdings nur für eine Minute; andernfalls stirbt ein anderer Mensch. Auf diese Weise trägt er dazu bei, ungelöste Mord- und Totschlagsfälle zu klären. Aber nicht nur das- auf diese Art hat er auch seine große Liebe wieder zum Leben erweckt. Einziges Hindernis an der Liebe- die beiden dürfen sich nicht berühren, sonst stirbt sie wieder. Die Serie ist meiner Meinung nach fantastisch, witzig und originell.


Doch sie wirft für mich auch die Frage auf: Kann eine rein platonische Liebesbeziehung funktionieren? Keine Umarmungen? Keine Küsse? Keine Berührungen? An Sex gar nicht zu denken...Für mich unvorstellbar... natürlich kommen jetzt wieder die Einwendungen der hoffnungslosen Romantiker mit ihren inneren Werten, der Seelenverwandtschaft, guten Gesprächen und ...ach ja...dem „Einfach-beieinander-sein“- dass das ganz schön ist, wage ich gar nicht zu bezweifeln, aber ohne „Anfassen“ wird es doch schnell langweilig.


Aprospos langweilig... um an Sonntagen nach getaner Arbeit ein wenig zu entspannen, schau ich mir gelegentlich die Folgen von „Bauer sucht Frau“ an. Aufgefallen sind mir dort Schafsbauer Heinrich, ein älterer Herr ohne nennenswerte Erfahrungen mit Frauen, und seine Angebetete, Anja. Heinrich führte seine Anja per Kutsche aus und legte dabei schüchternst seinen Arm um sie. (Man muss dazu erwähnen, dass die beiden jetzt seit Wochen anbändeln) Anja kommentierte im Anschluss diese Geste als „es hat mich jetzt nicht gestört, aber es muss doch alles nicht so schnell gehen“....ähm...so schnell gehen? Es ist nicht so, dass er sie auf dieser romantischen Fahrt vernascht hätte oder die beiden süße 12 wären...Heinrich ist in sie vernarrt und irgendwann ist, glaube ich, der Punkt des „Einfach-beieinander-seins“ überschritten...


Unter einer platonischen Liebe versteht man eine rein geistige oder seelische, also nicht körperliche, Beziehung zwischen zwei Menschen. (wikipedia.org, NICHT wikipedia.de!!!)

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Von Biestern und Arschlochkindern | 2008

Es ist wieder soweit: Auch diese Woche wird Frau Boe sich zu einem aktuellen Thema des Weltgeschehens äußern. Und wie immer gilt: Wieder gebe ich das Thema vor und Frau Boe schreibt, was ihr dazu einfällt.

 

Obwohl im Sommer diesen Jahres von den Bauern schwer erkämpft, wird zur Zeit der hohe Milchpreis wieder gesenkt. Damit einher sinken selbstverständlich auch die Preise für allerlei Milchprodukte. Doch welche Auswirkungen hat das für die Bauern? Ich übergebe mit stolzgeschwellter Brust (weil ich weiß, dass Frau Boe sich diesmal wirklich zum verabredeten Thema äußern wird) an Frau Boe! Bitte sehr...

 

Ja, neee - is klar!

 

Kinder sind wundervolle Geschenke und das größte Glück, das man haben kann...wahrscheinlich stimmt das auch in den meisten Fällen...ganz sicher auch für meine Eltern.


Aber was ich in der letzte Woche erleben musste, übertrifft einiges. Meine Eltern feierten Geburtstag und Hochzeitstag und unter den Gästen war ein befreundetes Paar, das zwei Kinder hat und diese auch mitbrachten. Das zehnjährige Mädchen ist eine Prinzessin, wie wir sie aus Beschreibungen von Cindy aus Marzahn kennen...soll heißen PUMMELFEE- völlig verzogen, laut, frech und komplett ohne Hemmungen. Sie durchsuchte Zimmer und Schränke und empfand das alles als ganz normal. Als mein Vater „eingriff“, sagte sie ihm ins Gesicht, dass sie alte Männer hasse! Der knapp dreijährige Sohn der beiden warf mit Spielzeug um sich, (was eventuell noch normal ist) ohne dass die Eltern irgendeine Form von Einwand zeigten (was wiederum nicht normal ist). Beide Kinder genossen an dem Abend null(!) Erziehung und glaubt mir, es wäre wirklich notwendig gewesen!

Bis vor einem reichlichen Jahr arbeitete ich noch einem Supermarkt, der an einem großen "K" zu erkennen ist. Auch dort trafen in nahezu jeder Schicht die Interessen von sogenannten „antiautoritär erzogenen“ Kindern und meine Interessen aufeinander. Natürlich musste ich mich im Rahmen meines Arbeitsvertrages an gewisse Regeln halten, die es mir auch verboten, Kunden auf ihre nervigen Kinder hinzuweisen. Aber ein gelegentlich böser Blick ließ doch das ein oder andere Kind merken, dass ich mit dem Verhalten nicht so ganz einverstanden war, wenn es beispielsweise die Waren vom Band warf oder zeigen wollte, wie laut es schreien kann. Verblüffender als diese Tatsache, finde ich jedoch immer wieder die Reaktionen der Eltern, die von Ignoranz bis zu einem „ach Schatz, lass das doch bitte“ reichen.

 

ICH hätte mir das nie erlaubt und falls doch, hätte ich garantiert die Grenzen aufgezeigt bekommen. Und womit? Mit Recht!

 

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